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Sehfehler :: Aberrationen (Abbildungsfehler – hier – des Auges)
Als Aberrationen bezeichnet man Abbildungsfehler, die nicht mit Brille oder Kontaktlinsen auszukorrigieren sind und sich auf den Bau und die Beschaffenheit des Auges zurückführen lassen. Erst eine ortsaufgelöste (Wellenfront) Vermessung des Auges mit einem Aberrometer verrät den Anteil solcher Sehfehler an einem Auge. Im Einzelfall können Aberrationen die Leistungsfähigkeit des Auges erheblich beeinflussen.
Der einfachste Weg, die Natur einer Wellenfront zu verstehen, ist das von einem Punkt P’ auf der Netzhaut aus dem Auge reflektierte Licht zu untersuchen. Dieser Punkt P’ kann beispielsweise durch einen Laserstrahl auf die Netzhaut fokussiert sein. Das reflektierte Licht tritt in Strahlen aus dem Auge aus. Bei einem emmetropen Auge ohne Brechungsfehler verlaufen diese Lichtstrahlen in der Pupillenebene parallel, wenn das Auge auf die Ferne eingestellt ist (d.h. keine Akkomodation). Der Fernpunkt liegt im Unendlichen, die resultierende Wellenfront ist plan.

Bild 1: Die Wellenfront bei einem optisch perfekten (emmetropen) Auge ist plan (blaue Linie). Der Fernpunkt P liegt im Unendlichen.
Bei einem optisch nicht perfekten Auge vergleicht man die tatsächliche, unebene Wellenfront mit der theoretischen, ebenen Wellenfront. Quantitativ wird der Fehler als Distanz zwischen den beiden Wellenfronten angegeben.

Bild 2: Aufgrund von Refraktionsfehlern höherer Ordnung ergibt sich eine Wellenfront, die durch eine unregelmäßige Oberfläche gekennzeichnet ist (blaue Linie).
Moderne Lasertechniken berücksichtigen, anders als Brille und Kontaktlinsen, derartige Sehfehler höherer Ordnung und können in vielen Fällen eine Leistungssteigerung des Auges bewirken. Die als "Customized Vision Correction" bezeichnete Technik der Augenlaserbehandlung entspricht einer maßgeschneiderten Korrektur des individuellen Auges über die einfache Korrektur von Sphäre und Zylinder hinaus.

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